Elektrofahrzeuge sind längst Mainstream: Große Hersteller investieren massiv in E-Autos, E-Trucks und E-Busse. Eine zentrale Säule des EV-Ökosystems ist die Ladeinfrastruktur. Leistungsfähige, gut erreichbare Ladestationen sind essenziell, um die wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen zu unterstützen.
Der weltweite Markt für EV-Ladestationen wurde 2023 auf 16,43 Mrd. USD geschätzt. Bis 2032 wird ein Volumen von 257,03 Mrd. USD erwartet – bei einer durchschnittlichen Wachstumsrate (CAGR) von 35,6 %. Getrieben wird diese Entwicklung durch steigende EV-Akzeptanz, staatliche Anreize, Umweltbewusstsein und technologische Fortschritte.
Milence ist ein Vorreiter dieser Bewegung: Das Unternehmen baut ein europaweites öffentliches Netz für elektrische Lkw auf, damit Lkw-Fahrer:innen verlässlichen und komfortablen Zugang zu High-Power-Laden haben.
Jahr
2024
Land
Niederlande
Team
5 Personen
Commits
1214
Entwicklungszeit
43 Wochen
Herausforderung
Milence kooperierte mit einem Payment-Terminal-Hersteller, um Custom-Software für Zahlungsabwicklung und Live-Tracking des Ladevorgangs zu installieren.
Milence wandte sich an uns mit der Aufgabe, eine App für die EV-Ladeterminals zu entwickeln. Ziel: eine robuste, benutzerfreundliche Anwendung, mit der Nutzer:innen Ladesessions verwalten, Statistiken einsehen und Support kontaktieren können – nahtlos integriert mit der Android-basierten Payment-App des Terminals und der Milence-API.
Aus dem Projekt-Scope ergaben sich drei zentrale Herausforderungen:
1) UX/UI-Design: kleine Display-Größe des Terminals, eingeschränkte Farbdarstellung und Lokalisierungsanforderungen.
2) Sicherheitsvorgaben des Terminal-Herstellers: strikte Sicherheitsrichtlinien von Milence und Anbieter; Integration mit Drittsystemen ohne Kompromisse – inkl. bestandener Non-Disturbance-Tests (NDT).
3) QA-Testing: anspruchsvolle Tests und enge Synchronisation mit dem Backend-Team des Kunden.
Prozess
Der Projektablauf durchlief alle wichtigen Phasen – von Scoping bis Release.
Der Projektablauf durchlief alle wichtigen Phasen – von Scoping bis Release. In der Vor-Projekt-Phase klärten wir Anforderungen, Use Cases und Erwartungen an die App. Milence brachte eine klare Vision, Vorrecherche und Wireframes für alle Zielabläufe mit – ein starker Startpunkt.
Unsere Aufgabe: Grenzfälle, Fehlerzustände und Szenarien antizipieren. Da die App Zahlungen betrifft, hatte Qualität oberste Priorität.
Bei IoT-Projekten arbeiten wir möglichst am realen Gerät. Milence stellte uns das Zahlungsterminal sowie zwei Test-Zahlungskarten (Mastercard, Visa) zur Verfügung – so konnten wir Funktionen direkt am Gerät entwickeln und testen.
Beteiligt waren fünf Teammitglieder: 1 PM, 2 Android-Entwickler, 1 UX/UI-Designer, 1 QA-Engineer. Die Umsetzung dauerte ca. 43 Wochen.
Pre-Projekt - 10 Wochen
Agile Entwicklung - 31 Wochen
Release - 2 Wochen
Lösung
Wir arbeiteten agil, um flexibel auf Änderungen reagieren und effizient liefern zu können.
Um die Anzeige auf dem kleinen Terminal-Screen zu optimieren, testete unser Designer Farbschemata und Typografie am Gerät in Echtzeit. Größen und Layouts passten wir gezielt an, um Lesbarkeit und Bedienbarkeit zu garantieren. Die Lokalisierung lösten wir über leicht reduzierte Schriftgrößen und prägnantere Phrasen (abgestimmt mit dem Kunden) – ohne das Layout zu brechen. Ergebnis: ein Design, das in Figma unscheinbar wirkte, am Terminal jedoch klar und aus der Distanz gut lesbar ist.
Das Dev-Team hielt hohe Standards: 81 % Testabdeckung, sehr gute SonarQube-Scores (Zuverlässigkeit, Sicherheit, Wartbarkeit). Die App bestand die vom Terminal-Provider geforderten Non-Disturbance-Tests (NDT) und erfüllte die Sicherheitsrichtlinien von Milence.
Unser QA-Engineer arbeitete eng mit dem Milence-Backend zusammen. Der Backend-Kollege setzte testweise Werte, sodass QA systematisch prüfen konnte. Wir stellten die korrekte Funktion in allen unterstützten Sprachen sicher und führten Unterbrechungstests (z. B. bei Internet-Ausfall) sowie Idle-Tests nach längeren Idle-Zeiten durch.
Kernfunktionen: • Sprachwahl • Stations-/Steckerauswahl inkl. Status (belegt/frei) • Ladevorgang starten/beenden • Live-Statistiken & Abschlussstatistiken • Support-Center • Fehlermeldungen in allen Phasen • automatische Sitzungsbeendigung & Rückkehr zur aktuellen Session • QR-Code-Scan zur Remote-Überwachung der Ladesession per Smartphone
Erfolg für Milence – aus mehreren Perspektiven:
PM-Perspektive
Ein fehlendes kritisches Protokoll verzögerte den Start; Verträge mussten verlängert werden.
Durch agile Planung arbeiteten wir mit nicht blockierten Items weiter und verhinderten Stillstand. Learnings: Pufferzeiten für Abhängigkeiten einplanen, Erwartungen sauber ausrichten, technische Discovery vor großen Produktentscheidungen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Product Owner von Milence war zentral.
Entwickler-Perspektive
Konsequente Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien. Herausforderungen bei der Protokoll-Implementierung wurden gelöst. Wichtige Features: QR-Monitoring und NTP-Integration zur Zeitsynchronisation.
UI/UX-Perspektive
Komplexer, aber lohnender Screen: Layouts, Typografie und Kontraste wurden für gute Erkennbarkeit aus der Distanz optimiert. Die Lokalisierung erforderte präzisere Formulierungen und Fonts für nahtlose Mehrsprachigkeit. Ergebnis: eine intuitive, zugängliche App, die auf Lkw-Fahrer:innen zugeschnitten ist.
QA-Perspektive
Gemeinsames Testen mit dem Backend, umfassend über alle Sprachen. Stabil auch nach langen Idle-Phasen und bei Netzunterbrechungen; Typo-/Text-Anpassungen für den kleinen Bildschirm.
DevOps-Perspektive
Kontinuierliche Code-Qualitätsprüfungen mit SonarQube; erfolgreiche Non-Disturbance-Tests für Stabilität unter realen Unterbrechungen.
Kunden-Perspektive
Geschäfts- / Roadmap- Perspektive
Die Distribution war anspruchsvoll (Compliance von Kunden- und Anbieter-Vorgaben). Durch starke Kommunikation und Flexibilität mit dem Product Owner wurde die App skalierbar und wartbar und erfüllt alle Anforderungen – als solide Basis für Updates. Milence kommt damit seinem Netzziel (pan-europäische Hubs für elektrische Lkw inkl. MCS-Einführung) näher.
Kunden über unsere Zusammenarbeit
Mit den Pfeilen durch die Projekte scrollen
Pauline Gugelot
Product Owner @ Milence
"Stormotion has really delivered on their promises. They’ve been very transparent about their progress, flexible in reacting to changes, and solution-focused in overcoming challenges. If they didn’t know something, they would find out, which gave us great confidence in their ability to go the extra mile."
Case StudyJakob Hals
Director of Product Technology @ Norsk Lithium
"Stormotion stood out because of their focus on Bluetooth-connected products. They weren't just app developers, they understood the unique challenges of building mobile app experience for hardware products. Their collaborative approach, technical expertise, and ability to quickly grasp the vision of the North Guardian app made it clear that they were the right fit."
Case StudyTodd Gilligan
Innovation Lead @ Force USA
"I had meetings with 30 different agencies and the team at Stormotion gave me the most confidence to go forward. With them you feel like you've got a kind, knowledgable & conscientious team behind you. So I was 100% sure that they're going to be able to deliver our project!"
Case StudyClaudio Tesei
Head of Cloud Infrastructure @ Atlante
"We originally got in touch with Stormotion from our original app developer. And very soon we found real value in choosing Stormotion, because they previously had real valuable experience on the field – digital apps working in the realm of EV charging. So, it was really a no-brainer for us to to go with them."
Case StudyPietro Saccomani
Founder @ MobiLoud
"The Stormotion team quickly became our team for everything Native app-related. It would be hard to name all the things that we built over the many years we worked together, but overall, I think we had a good partner who was able to adapt the way we worked, and the way they worked. So that we could ultimately build a product that had the quality that we wanted and with the speed that we wanted."
Case StudyTino Marx
CTO @ CheckMyBus
"I highly recommend Stormotion as a service provider for app development. They're young, flexible, dynamic, creative and very fast. The cost of planning and implementation is also reasonable. As they use "pay as you go", have a good plan first – then the result also will be satisfactory."
Case StudySteve Knight
Founder @ Art of Comms
"If you're thinking of going to Stormotion, you're going to have a very easy team to talk to, to communicate with, to understand what you want to do. They will tell you if you're barking up the wrong tree and are going to waste your time and money. I'd say "give it a go!" and I thoroughly recommend Stormotion."
Case StudyGregor Herdmann
Founder & Co-CEO @ PaketConcierge
"Working with Stormotion was a blast! The Project Managers, and especially Alex, are always there for you when you need them to go the extra mile. And it's very easy to communicate with them. Whether it's something urgent or whether it's a bigger task, like building the structure of the architecture, I always felt like I was treated very well. Stormotion delivered a great app experience from day one."
Case StudyMax Sheidlock
Product Manager @ Userlutions
"Given a tough budget and a lack of knowledge in our own engineering team, we quickly came to Stormotion. We had already worked together on previous projects, and I knew that, based on React Native, we could have one engineer responsible for it. That was just amazing because I could really focus on our customer side, knowing that the mobile application for the testers was in very good hands."
Case StudySzymon Sołtysiak
Head of Engineering @ Vermietet.de (ImmoScout24)
"Trust Stormotion. Work with them on your road map, on your technical debt. Also, expect feedback because the team is eager to do this. It's what I value and, I think, many startups value."
Case Study